Newsletter Oktober 2017

Draußen haben wir gerade wunderschöne Tage mit viel Sonne. Traumhaft, wenn uns der Wettergott solche Herbsttage beschert. In den Gärten wird noch viel gearbeitet, die letzte Ernte eingebracht – ja selbst der nachmittägliche Kaffee kann bei solchen Temperaturen noch draußen getrunken werden.

Alle Jahre wieder….! Trotz der warmen Temperaturen hört man es rundherum hustenschnäuzen und niesen. Mich selbst und meine zwei Kinder hat es erst vor 14 Tagen mit der ersten Erkältung der Herbst- & Wintersaison erwischt.

Gerade dann, wenn die ersten Erkältungserscheinungen auftreten, kann man aber noch einiges tun, um diese zu mildern oder vielleicht sogar zu stoppen. Auf jeden Fall gibt es aber etliche Möglichkeiten, um die Begleitsymptome von Schnupfen, Husten & Co etwas erträglicher zu machen.

In diesem Sinne – “Grüß Gott Erkältungssaison – dieses Jahr rücken wir dir zu Leibe“. Hier einige Tipps und Rezepte wie man etwas besser durch die unliebsame “Grippezeit“ kommt.

FUSSBAD

Der Klassiker bei beginnender Erkältung ist und bleibt für uns das Fußbad. Es ist bei Kindern wie bei Erwachsenen einfach anzuwenden und kann durch erkältungswirksame ätherische Öle ganz hervorragend aufgewertet werden.

Da sich ätherische Öle in Wasser NICHT auflösen, benötigt man dazu einen Emulgator. Egal ob beim Voll- oder Fußbad, man benötigt einen kräftigen Schuss MilchSahne oder auch Honig, damit sich die verwendeten ätherischen Öle im Wasser auflösen. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass die genannten Emulgatoren auch die Haut pflegen.

Neben Milch oder Sahne kann man auch Salz verwenden. Das ist praktisch, weil man das Badesalz auf Vorrat machen kann. Schön verpackt, ist es zudem ein nettes und schnelles Mitbringsel.

Im nachstehenden Rezept haben wir ein Rezept für ein Fußbad, dass bei beginnender oder auch bestehender Erkältung eingesetzt werden kann. Natürlich kann man auch ein Vollbad damit machen.  Als Richtwerte gelten 3-4 Tropfen ätherische Öle für ein Fußbad und 8 – 12 Tropfen für ein Vollbad. Natürlich hängt die Menge auch von den eingesetzten Ölen ab.

RAUMLUFT REINIGEN

Während der Erkältungssaison kann man mit einigen ätherischen Ölen die Keimlast in der Raumlauft deutlich reduzieren. Dazu gibt es mittlerweile aussagekräftige Studien. Wie einfach wäre es, gerade in Arztpraxen, am Arbeitsplatz, in Schulen, Kindergärten oder anderen öffentlichen Einrichtungen intervallweise mit diesen Düften die Raumluft zu reinigen. Viele Nadelöle und Zitrusessenzen können hier hilfreich sein, die Klassiker unter den Raumluft-Reinigern sind aber Zitrone und Weißtanne.

Sie riechen einzeln, aber auch kombiniert sehr erfrischend und können in Duftlampe oder Diffuser ganz einfach vernebelt werden. Beide Öle sind zudem konzentrationsfördernd. Die Zitrone vermittelt das klassische Gefühl von Reinheit und Klarheit und kann sogar bei leichten Kopfschmerzen eine Unterstützung sein. Die Weißtanne ist für mich DER Waldduft schlechthin. Sofort hat man dutzende Nadelbäume (und so mancher auch die Adventszeit) vor seinem geistigen Auge und beim Einatmen merkt man recht schnell die positive Wirkung, die das Weißtannenöl mitunter auf unsere Atemwege hat.

Probiert es einfach mal aus! Wer keinen Diffuser oder eine Duftlampe hat, kann auch ein Handtuch nass machen und von jedem Öl ein bis zwei Tropfen hinaufgeben. Anschließend auf einen Heizkörper oder dgl. hängen.

 

NASE ZU – ALLES ZU…

RIECHSTIFTE SELBST HERSTELLEN

 Wie lästig so ein Schnupfen sein kann, weiß sicherlich jeder von uns. Zwar bezeichnet man ihn immer eher als Kleinigkeit, doch wenn die Nase so richtig zu ist (oder manchmal auch ohne Ende läuft) und man dauernd niesen muss, sind oft auch die Augen leicht verschwollen und man spürt die Anspannung im ganzen Kopf.

Mit antiviralen ätherischen Ölen können wir den Rhinoviren – sie lösen den Schnupfen aus – etwas zu Leibe rücken. Sehr praktisch sind dabei die sogenannten Riech– bzw. Inhalierstifte.  Man beträufelt dabei die innenliegende Wattefüllung mit ausgesuchten ätherischen Ölen, verschließt den Stift und riecht immer wieder daran. Etwa fünf Tropfen reichen aus. Je nachdem wie oft man ihn benutzt, kann man den Inhalierstift beliebig oft auffrischen. Die Füllung kann man nachkaufen bzw. kann man mit etwas Watte notfalls auch einmal improvisieren.

Hier einige Anregungen. Natürlich können auch andere erkältungswirksame ätherische Öle zum Einsatz kommen.

ROTE NASE

Hat man erst einmal oft genug geschnäuzt, wird die Nase langsam aber sicher rot und die Haut fängt an zu brennen.

Um das zu vermeiden oder zumindest abzumildern, ist eine pflegende Salbe genau das richtige. Wertvolles Mandelöl und Kakaobutter pflegen die Haut, Bienenwachs legt einen leichten Schutzfilm auf die Haut. Wer möchte kann die “Rote-Nase-Salbe“ mit hautpflegenden und antiviralen ätherischen Öle aufpeppen.

Ein kleiner Tipp noch am Rande. Gibt man einen Tropfen ätherisches Öl (zB. Cajeput, Ravintsara, Eucalyptus radiata, Niaouli, Pfefferminze…) in eine neue Packung Taschentücher und lässt es einen Tag durchziehen, hat man ganz schnell selbst gemachte „Erkältungstaschentücher“. Sie helfen gut durchzuatmen, sind leicht antiviral und haben noch dazu den Vorteil, dass sie nicht mit den sonst oft üblichen synthetischen Düften (à la TEMPO, FEH & Co) angereichert sind.

 

IMMUNSTIMULIERENDES KÖRPERÖL

Viele ätherische Öle haben eine immunstimulierende bzw. abwehrsteigernde Wirkung. – Das heißt nichts anderes, als dass diese Öle Inhaltsstoffe in sich tragen, die unser Immunsystem und unsere Abwehrkräfte stärken. Als vorbeugende Maßnahme gegen Erkältungen kann man ein Körper– bzw. Massageöl herstellen, welches beispielsweise täglich auf die Fußsohlen aufgetragen und einmassiert wird.

Hier eine Auswahl möglicher Öle: Lavendel, Ho-Blatt, Linaloeholz, Rosenholz, Thymian linalool, Bergamottminze, Cajeput, Ravintsara, Angelikawurzel, Pfefferminze, Lemongrass, Litsea, Riesentanne, Bergamotte, Mandarine, …

Natürlich kann man dieses Öl auch für Fußsohlen, Brust oder Rücken verwenden, wenn man bereits erkältet ist.

ZWIEBELSOCKEN

Neben all den ätherischen Ölen nun noch ein altes Hausmittel, welches bei uns oft bei Husten zum Einsatz kommt. Ich staune immer wieder, wie wirksam Zwiebelsocken in diesem Fall sind. Dass das Gemüse, das uns zu Tränen rührt, vor Heilkräften nur so strotzt, ist kein Geheimnis. Man kann es unterstützend bei Mittelohrentzündung einsetzen, mit etwas Honig kann man einen schnellen Hustensaft zaubern oder man legt ein Stück davon auf die von Insekten gestochene Haut. Bei den Zwiebelsocken wiederum nutzt man die schleimlösende und auswurffördernde Wirkung von „Allium cepa“.  So werden sie bei uns gemacht.

Wer wissen will, wie und welche ätherischen Öle man sonst noch sinnvoll bei Erkältungen einsetzen kann, für den ist der Workshop „Ätherische Öle in der Erkältungszeit“ genau das Richtige. Wir lernen dabei viele Öle kennen, stellen vier erkältungswirksame Produkte (Erkältungsbalsam, Lippenpflege/Kälteschutz…-) zum mit nach Hause nehmen her und jeder Teilnehmer erhält ein umfangreiches 20 Seiten langes Skript. Der Kurs ist am Freitag10. November ab 17 Uhr. Anmeldung gerne an karin@wiesewaldundco.at.

Für Kurzentschlossene gibt es noch Plätze im Workshop „Naturseife selbst gemacht“. Der Kurs ist zweitägig, jeweils ab 17 Uhr am Freitag, 27. Oktober und Samstag, 28. Oktober. Es werden hochwertige Naturseifen aus BioÖlen hergestellt. Jeder Teilnehmer nimmt sich 1 kg Bio-Seife mit nach Hause, das entspricht ca. 10 Stück. Seife mit den eigenen Händen, aus ausgesuchten Ölen herzustellen, ist etwas ganz besonders Wertvolles. Vielleicht lässt sich ja jemand von diesem wunderbarem Hobby anstecken!

Eine erkältungsfreie Zeit euch allen! Bis bald & alles Liebe wünscht euch Karin von “Wiese, Wald & Co“!

Hier gibt es den Newsletter auch als .pdf zum Download.

NEWSLETTER OKTOBER 2017